Didaktische Analyse - Schüler

Die im Lernbüro Beschäftigten handeln in zwei Rollen. Einerseits sind sie als Sachbearbeiter ihres Unternehmens tätig. Andererseits sind sie Lernende. Sind die einzelnen betrieblichen Aufgaben fehlerfrei und in eigener Verantwortung dem Unternehmensziel entsprechend zu erledigen, folgt das einzelne Handeln andererseits entsprechend den Lernzielen nach pädagogischen Grundsätzen.

(vgl. auch Menü Aufbauorganisation: Organisationsstrukturen)

Der Unterricht umfasst Lernen, das an Handeln gebunden ist. Dies stellt für den Schüler in hervorragendem Maße eine Umsetzung pädagogischer Grundsätze wie Anschaulichkeit, Praxisbezug und Motivation dar. Gleichermaßen wird der zu vermittelnde Lernstoff in gewissem Umfang seiner Fachsystematik beraubt, tritt die überschaubar und klar eingegrenzte Lernsituation wegen der fächerübergreifenden Sehensweise teilweise in den Hintergrund.

Als unmittelbare Folge können die Schüler die festgestellten Lernziele im allgemeinen erst nach Durchlaufen mehrerer Lernstufen sowie Aufgaben- und Problemsituationen erreichen. In Folge der strengen Operationalität und leichten Überschaubarkeit der Aufgaben fällt den Lernenden die Bewätigung betrieblicher Aufgaben jedoch eher leicht.

Um den Lernstoff schülergerecht zu bemessen, müssen die unterrichtlichen Aufgaben in Umfang und Komplexität variieren.

Die richtige Konzeption der Bürosimulation ermöglicht demnach unterschiedliche Simulationsmodelle, welche auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt sind.

Hintergründe ...

Während ein Unternehmen der Praxis seine Mitarbeiter nach Person, Leistung und Zahl selbsverantwortlich auswählt, ist die Zusammensetzung einer Lerngruppe (Klasse) weitestgehend vorbestimmt. Funktionsbezogene Lernziele aus den Abteilungen gelten unabhängig von Abstraktions- und Leistungsvermögen für alle Schüler gleichermaßen.