Pirmasenser Modell

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unterrichtsbeispiele

Beleggeschäftsgang

Der vorliegende Beleggeschäftsgang fasst zunächst sämtliche Buchungsvorgänge eines vorausgegangenen Buchungszeitraumes (01.01. .... - 27.12. .... ) in einer Summenbilanz zusammen. Als Sachkontenrahmen wird SKR03 (Datev) verwendet. Kunden und Lieferer sind gesondert in der Kontokorrentbuchführung erfasst. Für sie liegen Informationen zu Saldenvorträgen in einer jeweiligen Offene-Posten-Übersicht vor. In einem Wechselbuch sind im Einzelnen zahlungshalber hereingenomme (Besitzwechsel) und akzeptierte Wechsel (Schuldwechsel) aufgeführt. Die SOLL- und HABEN-Summen der Summenbilanz sowie die Bestände der Kontokorrentkonten werden in die einzelnen Sach- bzw. Personenkonten (Kunden, Lieferer) übertragen.

Im Anschluss erfolgt die eigentliche Buchung der noch zwischen dem 28.12. .... 31.12. .... anfallenenden Belege. In einer manuellen Form erreicht man die erforderliche sachliche und zeitliche Ordnung mit Hilfe des Durchschreibeverfahrens auf Grundbuch und Journal.

Soll die Buchführung mit Hilfe der EDV abgewickelt werden, stehen zu den oben genannten Tätigkeiten noch Hinweise zur Bedienung des Programmes und der Einrichtung und Änderung evtl. Stammdaten an.

Beispiel einer Unterrichtseinheit: Einrichtung der Konten und Datenübernahme

Stufe Hinweise zu den Lerninhalten Arbeitshilfen
Unterrichtseinheit mit etwa 3 Unterrichtsstunden
I. Problematisierung
Hinführung, Zielangabe, Motivation Als Sachbearbeiter der Abteilung RECHNUNGSWESEN erhalten wir den Auftrag, die Geschäftsfälle der letzten drei Tage des Geschäftsjahres zu buchen. Die vorgegangenen Buchungen liegen u. a. als Summenbilanz vor.
II Erarbeitung
a) Einrichten der Sachkonten und der Kontokorrentkonten Schüler stellen die einzelnen Sachkonten zusammen, die für den Geschäftsgang erforderlich sind, und versehen diese mit der jeweiligen Kontenbezeichnung und Kontennummer. Einzel- bzw. Partnerarbeit //
EDV: Anlage der Konten entfällt; ggf. Ergänzung einiger Stammdaten (z. B. Bankbezeichnungen, Namen von Kunden und Lieferern bei Debitoren- und Kreditorenkonten); Einzel- bzw. Partnerarbeit je nach PC-Verfügbarkeit
vgl. Übung Beleggeschäftsgang
b) Übetrag der jeweiligen Summen aus Summenbilanz und Kontokorrentübersicht Übertrag der SOLL- und HABEN-Summen in die betreffenden Konten (Eröffnungsbuchungen): z. B. Saldenvortrag Sachkonto an entsprechendes Summenbilanzkonto bzw. entsprechendes Summenbilanzkonto an Saldenvortrag Sachkonto;
Einzel- bzw. Partnerarbeit je nach PC-Verfügbarkeit
s.o.
c) EDV: Saldenübersicht zu Sach-, Debitoren und Kreditorenkonten; Einzel- bzw. Partnerarbeit je nach PC-Verfügbarkeit s. o.
III. Erfolgskontrolle
Aufgaben, Fragen z. B. durch Arbeitsunterlagen, ergänzende Fragen zu Grundvorschriften der Buchführung (Besonderheiten der DV-Buchführung); sachlogische und chronologische Ordnung
 

 

Definition

Bestandteil der gebundenen Simulationsphase kann auch ein kleiner geschlossener Geschäftsgang sein. Wesentliche Abläufe des Betriebes werden aus Geschäftsunterlagen (z. B. Belegen) innerhalb eines geschlossenen Zeitraumes zahlen- und wertmäßig erfasst und aufbereitet.

Mit Hilfe einer solchen Geschäftsbuchführung erfüllt der Kaufmann gesetzliche Vorschriften (vgl. § 238 Abs. 2 HGB). Darüber hinaus kann er aus seiner Geschäftsbuchführung wichtige Erkenntnisse für seine unternehmerischen Entscheidungen gewinnen.